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Rente: länger arbeiten oder höhere Abschläge

Ab dem kommenden Jahr sieht alles anders aus bei der Rentenversicherung. Während bislang bei 65 Jahren Schluss war und die Rente mit 60 sich einer großen Beliebtheit erfreute, kommt ab 2012 der herbe Einschnitt. Dann muss, je nach Geburtsjahrgang, bis zum Erreichen des 67. Lebensjahres gewartet werden, bis man in Rente gehen kann – und frühestens mit 63 Jahren kann man sich vorzeitig aus dem Arbeitsalltag verabschieden.

Rente mit 65, das geht dann nur noch, wenn man tatsächlich 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat, oder zumindest auf so viele angerechnete Jahre kommt, unter anderem durch Kindererziehung und Ausbildung.

Die Rente mit 67 ist dann Fakt für alle, die 64 oder später geboren sind, alle Jahrgänge davor kommen in den "Genuss" der gestaffelten Rente, die sich schrittweise von 65 Jahren auf 67 Jahre erhöht.
Umgedacht werden muss dann jedoch nicht nur bei der Planung für die Gesetzliche Rente, sondern auch, was aus der Privaten Altersvorsorge werden soll.

Bei den Riester Renten Verträgen, von denen mittlerweile fast 15 Millionen abgeschlossen wurden, steht immer noch die 65 Jahre als Rentenalter fest. Ein Riester Rentner würde demnach in vielen Fällen bereits die Riester Rente ausgezahlt bekommt, bevor er überhaupt ins Rentenalter eintritt. Dies ist aber wahrscheinlich nicht das, was zukünftige Ruheständler wirklich möchten – und was auch Sinn macht. Denn die Besteuerung könnte durch den Bezug von Arbeitsentgelt neben der Riester Rente zu einer höher ausfallen und damit die Riester Rente deutlich geringer werden lassen. Das ist auch einer der Vorteile, die in einem Riester-Vergleich deutlich werden.

Interessant wird auch sein, ob der Steuervorteil für die kapitalbildende Lebensversicherung, der derzeit noch mit dem vollendeten 60. Lebensjahr endet, auf 63 erweitert wird. Denn die neuen Eintrittsalter für die gesetzliche Rente haben letztlich auch eine große Bedeutung für das Sparvermögen des einzelnen Bürgers und nicht für dafür, wann er denn nun genau in Rente gehen kann.

Dennoch kann es auch mit einem geänderten Renteneintrittsalter sehr lohnenswert sein, eine Private Altersvorsorge abzuschließen. Es gilt nur, noch mehr wie bisher, genau hinzusehen und sich nicht zu sehr verlocken zu lassen von Zahlen, die dann unter dem Strich vorne und hinten gar nicht als Ergänzung zur gesetzlichen Rente passen – sondern letztlich mehr kosten, als sie am Schluss wert sind.

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