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Riester Rente als private Zwangszusatzrente?

Es gibt Themen, die schaffen niemals den Weg aus der Kritik und damit aus der Diskussion. Ein solches Thema, das die Deutschen seit Jahren nicht in Ruhe lässt, die die Private Altersvorsorge namens Riester Rente, deren Eckdaten und Historie Sie auf https://wohn-riester.net/riester-rente/ nachlesen können. Die einen sagen, sie ist besser als ihr Ruf, die anderen sind der Meinung, die staatliche geförderte Altersvorsorge gehört eingestampft. Nun wird ein weiterer Faktor dazu in den Raum geworfen: soll eine private Zwangszusatzrente kommen, um der hierzulande immer mehr aufkeimenden Altersarmut entgegen zu wirken?

In einer aktuellen Umfrage, die das Marktforschungsinstitut Forsa im Auftrag von Union Investment erstellt hat, ergibt sich ein recht unterschiedliches Bild. Zwar sprechen sich 60 Prozent der Befragten gegen den gesetzlichen Zwang aus, eine Private Altersvorsorge abschließen zu müssen. 36 Prozent der von Forsa Befragten sind jedoch für die Einführung einer solchen Zwangszusatzrente. Damit ist mehr als jeder 3. für eine Zusatzrente, die vom Gesetzgeber vorgegeben wird, und die damit nicht mehr auf rein freiwilliger Basis abgeschlossen wird.

Die Frage ist nur: wie sollte eine solche Zusatzrente, die als Pflicht vorgegeben wäre, aussehen? Bereits vor einigen Monaten keimte die Diskussion auf, eine verpflichtende Altersvorsorge für Selbständige und Freiberufler einzuführen, was verständlicherweise auf zahlreiche Kritik stieß. Ein Betrag von monatlich 200 Euro wurde damals in den Raum geworfen für unter 30 jährige Selbständige. Gerade der, welcher den Schritt in die Selbständigkeit wagt, hat jedoch kaum einen Euro über, geschweige denn gleich ein so hohen Betrag, den er abführen könnte für eine Altersvorsorge. Inzwischen ist dieses Thema verstummt, und bleibt es hoffentlich auch.

Auch der Zwang zur privaten Zusatzrente ist etwas, was sich vielleicht auf der einen Seite gut anhören mag, auf der anderen Seite jedoch letztlich nur eine weitere Verpflichtung der Bürger wäre, in eine Art Rententopf einzuzahlen. Dies tun Angestellte und ihre Arbeitgeber für sie bereits, und das nicht gerade wenig. Noch höhere Kosten und das nicht auf freiwilliger Basis wäre den Bürgern hierzulande kaum zuzumuten. Zumal der schärfste Kritikpunkt an der Riester Rente ja nach wie vor der selbe geblieben ist seit Jahren: die hohen Kosten für diese Form der Altersvorsorge – wovon vor allem die Anbieter der Riester Rente durch eine satte Rendite profitieren, die Riester Sparer jedoch mit einem immer weiter gesunkenen Garantiezins leben müssen, was auch der Tarifvergleich auf https://wohn-riester.net/riester-rechner/ zeigt.

Überlegenswert wäre es deshalb, nicht eine zusätzliche Rente oder eine Zwangs-Riester Rente einzuführen, sondern an der Kostenstruktur der bestehenden Altersvorsorge etwas zu ändern, um diese wieder attraktiv werden zu lassen. Denn wirklich schlecht als solches ist die Riester Rente nicht, nur das, was daraus gemacht wurde, hat oftmals nicht mehr viel mit dem zu tun, für was die Riester Renten Verträge einstmals ins Leben gerufen wurde: eine Private Altersvorsorge, damit im Rentenalter genügend Geld für den Lebensunterhalt da ist und der Lebensstandard wenigstens halbwegs gehalten werden kann. So aber leben nur die Versicherer und Co. gut von der Riester Rente, die Riester Sparer schauen weiter in die Röhre.

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